Die Rolle des Surfactantprotein-A für die Entwickung von schwerer Pneumokokken-Pneumonie und septischem Schock
Projetkleiter
Dr. med. Simone Rosseau
Charité - Universitätsmedizin
Berlin
Medizinische Klinik m.S. Infektiologie
und Pneumologie
Campus Mitte
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Zusammenfassung
Streptococcus pneumoniae ist der wichtigste Erreger der ambulant
erworbenen Pneumonie. Der Kontakt mit Pneumokokken führt nicht in jedem Fall zur
Ausbildung einer Pneumonie, häufig kommt es nur zu einer Besiedelung des oberen
Respirationstraktes. Im Erkrankungsfall werden sowohl Verläufe mit rein
pulmonaler Manifestation als auch mit akutem Lungenversagen, Sepsis und
konsekutivem Multiorganversagen beobachtet. Die Ursachen für die
unterschiedlichen Verläufe sind unklar. Einerseits sind vermutlich
erregerbedingte Einflussgrößen wie Stamm- oder Serotyp-spezifische
Pathogenitätsfaktoren von Bedeutung, andererseits haben wohl auch wirtsabhängige
Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die individuelle Immunkompetenz
gegenüber Pneumokokken. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass das pulmonale
Surfactant-System, insbesondere die
hydrophilen Surfactantproteine SP-A und SP-D wichtige Faktoren der angeborenen pulmonalen Abwehr sind. Darüber hinaus ist SP-A nicht nur in die
primären alveolären Abwehrprozesse involviert, es kann zusätzlich die pulmonale
Entzündungs- und Immunantwort modulieren. Im Rahmen des Projektes wird die Rolle von SP-A für die Pathogenese und
den klinischen Verlauf einer
Pneumokokkenpneumonie im Tiermodell charakterisiert.