Die Bedeutung von Interleukin-15 bei der pulmonalen Immunabwehr
Das geplante Vorhaben soll dazu beitragen, das grundlagenwissenschaftliche Verständnis von pathophysiologischen, immun- und zellbiologischen Mechanismen bei Lungenentzündung zu erweitern.
Innerhalb dieses Projektes soll die Bedeutung von Interleukin-15 bei der pulmonalen Abwehrreaktion gegenüber bakteriellen Erregern untersucht werden. Dieses Zytokin spielt vermutlich gerade an der Schleimhautbarriere eine besondere Rolle. IL-15 wird von Epithelzellen synthetisiert und moduliert die Funktion von Zellen der angeborenen (neutrophile Granulozyten, NK-Zellen, zytotoxische T-Zellen) und der erworbenen Immunabwehr (T- und B-Lymphozyten). Hierbei scheint es ein Bindeglied zwischen der angeborenen, unspezifischen und der erworbenen, spezifischen Immunität zu sein. Ferner hemmt IL-15 Mechanismen des programmierten Zelltodes, welcher für den Verlauf und die Beendigung von Entzündungs- und Immunprozessen wesentlich ist.
Langfristig sollen sich neue Möglichkeiten für die Behandlung von Atemwegsinfektionen ergeben, die über die Therapie mit Antibiotika hinausgehen.
Projektleitung:
Dr. Simone Rosseau Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte Medizinische Klinik m. S. Infektiologie Schumannstr. 20/21 10117 Berlin E-Mail:
Prof. Dr. Norbert Suttorp Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Virchow-Klinikum Medizinische Klinik m. S. Infektiologie Augustenburger Platz 1 13353 Berlin E-Mail: